Am 26.9.2021 ist Isenbürgermeisterwahl.

Wohnen möglich machen ...

Wohnen möglich machen ist eine der zentralen Fragen aller Kommunen in Metropolregionen, aber auch der Landes- und Bundesregierung. Was tun, um Wohnungen bezahlbar zu machen und was tun, den steigenden Miet- und Immobilienpreisen entgegenzuwirken. Unterschiedlichste Konzepte und Ideen werden dabei verfolgt. Keine Strategie hat tatsächlich zum Erfolg geführt. Die Mietpreise steigen weiterhin und Immobilien sind so teuer wie nie zuvor. Das betrifft auch Neu-Isenburg. Hinzu kommen sich stetig erhöhende Kosten u.a. durch steigende Preise in der Materialbeschaffung bei Neubauten und Sanierungen. Faktoren, die sich unmittelbar auf die Mieten auswirken. Steigende Nachfrage und knappes Angebot tun ihr Übriges, Mieten und den Erwerb von Eigentum zu verteuern. Eine Entwicklung, die auch vor Neu-Isenburg nicht Halt gemacht hat.  

Dabei ist Neu-Isenburg, was das Angebot im sozial geförderten Wohnraum, im kreisweiten Vergleich angeht, sehr gut aufgestellt. Bei einem Angebot mit über 1.200 Wohnungen ein Spitzenwert. Damit das so bleibt, wurde der Beschluss gefasst, Wohnungen, die aus der sozialen Bindung fallen, wieder in die Förderung aufzunehmen. Das bedeutet für die Stadt, eine nicht unerhebliche Summe, die als Förderung zur Verfügung gestellt werden muss. Damit ist aber noch nicht das Problem gelöst, oberhalb der sozial geförderten Einkommensgrenze. Wohnraum zu schaffen. Vor allem Menschen mit einem Einkommen ab 30.000 € haben das Problem adäquaten Wohnraum zu finden. Sie liegen mit ihrem Einkommen über der Grenze für sozial geförderten Wohnraum und müssen deshalb Mieten, die am freien Markt üblich sind, akzeptieren. Oftmals ist aber kein bezahlbarer Wohnraum im Angebot. Somit sind dann Mieten, die mehr als ein Drittel des Einkommens ausmachen, hinzunehmen. Eine Situation, die für die Gesellschaft und die Gemeinschaft nicht akzeptiert werden darf. Es muss möglich sein, dass Menschen, egal ob sie hohes, mittleres oder niedriges Einkommen haben, gleiche Chancen vorfinden, um Wohnraum zu bekommen. Um dieser Situation des Ungleichgewichts in Neu-Isenburg entgegenzuwirken, bedarf es mehrerer Maßnahmen. Bei Neubauten und Sanierungen von Wohnraum durch die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft, müssen Flächen für geförderten Wohnraum eingeplant werden. Das ist in der Kalkulation zu berücksichtigen. Ein Modell zur Vergabe der Fördermöglichkeiten (finanzielle Unterstützung durch Zuschüsse, Investitionsprogramm, Generations- und Familienprogramme) muss entwickelt werden. Es sollten Programme für Vermieter:innen und Mieter:innen aufgelegt werden. Um zum einen notwendige Investitionen zu realisieren, aber diese Flächen auch bezahlbar zur Verfügung zu stellen. Im Stadtgebiet müssen Wohnflächen zur weiteren Bebauung geprüft und identifiziert werden. Bebauungspläne regeln die strategische Ausrichtung der Bauflächen. Fördertöpfe, wie aus dem „Frankfurter Bogen“ unterstützen die Bemühungen der Stadt, eine nachhaltige Finanzierung aufzustellen.  

Was macht der Bürgermeister? 

Der Bürgermeister setzt das politische Signal, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Er unterstützt die am Prozess beteiligten Stellen aus dem Bereich Finanzen, Bauen und Soziales und fördert die Maßnahmen. Er ist aktiv an der Entwicklung und der Umsetzung beteiligt.